• Pferde erleiden durch zu eng verschnürte Reithalfter zahlreiche körperliche Beschwerden. Eine Petition an die FN möchte daher neue Regeln durchsetzen – und hat bereits über 6000 Stimmen gewonnen.

    BildMitte Oktober startete eine Petition an die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN). Die Petition möchte die Einführung eines Messsystems für Sperr- und Nasenriemen auf Turnieren erreichen. Denn Pferde erleiden durch zu eng verschnürte Reithalfter zahlreiche körperliche Beschwerden, Stress und eine Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Das zeigen diverse veterinärmedizinische Studien.
    Die Einführung eines Messsystems müsste in die Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) 2018 der FN aufgenommen werden, um auf allen Turnieren zu gelten. Die Besonderheit: Änderungsvorschläge wie dieser mussten bereits im Jahr 2015 eingereicht werden. Kein Hindernis für die Ersteller der Petition.
    „Ein 2015 eingereichter Vorschlag ist die Einführung eines einheitlichen Mess-Systems zur Überprüfung der 2-Finger-Regel bei Sperr- und Nasenriemen auf Turnieren. (…) Außerdem soll es die Möglichkeit geben, freiwillig gänzlich auf ein Reithalfter zu verzichten.“, so der Petitionstext.
    Der Änderungsvorschlag wurde also bereits vor gut 2 Jahren eingereicht. Diskutiert wird er im Rahmen der neuen LPO 2018 aber erst jetzt. Die Petition soll der FN demonstrieren, dass dieser Vorschlag breite Unterstützung erfährt.
    „Wir haben auch einige prominente Unterstützer, wie Dr. Gerd Heuschmann. Wir hoffen sehr, dass unser Anliegen angenommen wird. Die FN weiß von der Petition. Die gewünschten Änderungen sind für Pferd und Mensch ein Gewinn.“, so Anke Wiedenroth, die die Petition ins Leben rief. Die Petition bleibt aktiv bis die FN den Vorschlag abschließend diskutiert hat. „Wir hoffen bis dahin auf zahlreiche weitere Unterstützer. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) als Dachverband aller Züchter, Reiter, Fahrer und Voltigierer in Deutschland muss in Sachen aktivem Tierschutz als Vorbild vorangehen.“
    Die Petition kritisiert, dass zu eng verschnallte Riemen gesundheitliche Probleme verursachen. Außerdem könnten Grundpfeiler der Ausbildungsskala gemäß den „Richtlinien für Reiten und Fahren“ mit zu fest gezogenen Riemen um das Pferdemaul aus biomechanischen Gründen nicht erreicht werden.

    Kritik an zugebundenen Pferdemäulern auf Turnieren, die bei Kontrollen nicht beanstandet werden, gibt es immer wieder. So wie der offene Brief an die FN von einer Tierärztin nach dem Bundeschampionat in Warendorf 2015.

    Den gesamten Petitionstext finden Sie hier:
    www.change.org/p/deutsche-reiterliche-vereinigung-fn-einführung-eines-einheitlichen-mess-systems-zur-kontrolle-von-sperr-und-nasenriemen

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    Dauberg&Roth
    Frau Anke Wiedenroth
    Im Richthofen Circle 2
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    fon ..: 09321 – 70 59 963
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    Pferden nicht das Maul verbieten: Petition an die FN erreicht schon über 6.000 Stimmen

    veröffentlicht am 8. November 2016 in der Rubrik Presse - News
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