• Sechs Prozent mehr Besucher sorgten Anfang März für einen erfolgreichen Abschluss der Hongkonger Schmuckmessen.

    BildMehr als 85.000 Einkäufer kamen zur 4. HKTDC Hong Kong International Diamond, Gem & Pearl Show (28. Februar bis 4. März) und der 34. HKTDC Hong Kong International Jewellery Show (2. bis 6. März) – ein Plus von sechs Prozent. Bereits zum vierten Mal organisierte das Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) das Format „Zwei Shows, zwei Locations“ mit insgesamt rund 4.480 Ausstellern: Die Hong Kong International Jewellery Show (rund 52.000 Besucher) im Hong Kong Convention and Exhibition Centre (HKCEC) präsentierte fertigen Schmuck, während die Diamond, Gem & Pearl Show (mehr als 33.000 Besucher) in der AsiaWorld-Expo Diamanten, Edel- und Halbedelsteine und Perlen in den Mittelpunkt stellte.

    Bei einer Umfrage mit mehr als 1.300 Käufern und Ausstellern beider Messen über Marktperspektiven und Produkttrends gingen 56 Prozent der Befragten davon aus, dass ihre Umsätze 2017 konstant bleiben, 28 Prozent rechnen mit einem Anstieg, 16 Prozent mit einer sinkenden Nachfrage. Dabei glauben 69 Prozent an stabile Preise und für 23 Prozent ist ein Anstieg realistisch. Bei einem generellen Trend der Konsumenten zu erschwinglichen Preisen steht der Kauf von Modeschmuck an erster Stelle (72 Prozent), danach folgen Schmuck für Hochzeiten und besondere Anlässe (58 Prozent) sowie hochwertiger Echtschmuck (58 Prozent). Mit Blick auf die Preisspanne sind die Befragten überzeugt, dass Schmuckstücke zwischen 101 und 1.000 USD 2017 das höchste Wachstumspotential aufweisen werden.

    Bei den Materialien erwarten 43 Prozent eine weiterhin starke Nachfrage nach Weißgold vor Rose- und Gelbgold (33 und 23 Prozent). An letzter Stelle steht Platin mit 10 Prozent. Bei den bevorzugten Edelsteinen führen Diamanten mit 41 Prozent, gefolgt von Aquamarinen (14 Prozent), Smaragden (13 Prozent) sowie Rubinen und Perlen (jeweils 12 Prozent).

    Als größte Herausforderung sehen Aussteller und Besucher globale Konjunkturschwankungen (49 Prozent), Preisschwankungen bei den Rohstoffen (41 Prozent), Wechselkursschwankungen (29 Prozent) und steigende Betriebskosten (28 Prozent). Überwiegend optimistisch werden die Marktchancen auf dem chinesischen Festland (63 Prozent), in Nordamerika (54 Prozent) und Westeuropa (52 Prozent) eingeschätzt.

    Das Seminar „Forecast 2018+“ gab am 4. März zudem einen Einblick in die Entwicklung der kommenden Jahre im Schmuckbereich. Paola De Luca, Creative Director & Forecaster of Trendvision Jewellery + Forecasting, erläuterte den Teilnehmern die vier von ihrem Unternehmen herausgearbeiteten Megatrends.

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    Für 2018 soll „Sustainable Harmony“ den Lebensstil des digitalen Modernisten reflektieren, der sich durch technologisches Können und ein gesundes Leben auszeichnet und nach einer besseren Umwelt sowie Nachhaltigkeit für alle strebt. Dazu passen Schmuckdesigns mit geometrischen Mustern, lackierte Oberflächen und farbige Inlays. Von den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts inspirierte, schmale Diamant-Ketten sollen ebenfalls gefragt sein. Laut Aussage von De Luca sei bei diesem Trend weniger mehr und Minimalismus sei bei vielen Menschen mit einem aktiven Lebensstil populär. Dies werde auch zu einer Evolution des Schmuckdesigns führen.

    Einen weiteren Trend sieht das Unternehmen in Elementen und dem Flair der Renaissance-Zeit. „Preserving our Heritage“ ist das Thema für Schmuckstücke mit märchenhaften, esoterischen Elementen wie Amulette, Talismane und Glückszahlen. Intensive Farben und Symbole seien für diesen Trend repräsentativ.

    „Searching for Poetry“ stelle die Handwerkskunst in den Mittelpunkt und nutze dafür neueste Technik wie 3D-Drucke, Laserschnitte, digitale Drucke, Gravuren und Fotografie. So entstünden extravagante Formen und Muster mit Anklang an die 1970er- und 1980er-Jahre. Der vierte Mega-Trend „Futurama“ drehe sich um eine Design-Sprache, die futuristisch und glamourös sei, und elektrische Farbpaletten sowie Materialien wie Nano-Keramik, PVD-Beschichtungen und verpixelte Oberflächen einsetze. Dazu gehören auch sportliche Elemente.

    Über:

    Hong Kong Trade Development Council
    Frau Christiane Koesling
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    Das 1966 gegründete Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) ist eine halbstaatliche Non-Profit-Organisation zur Förderung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen Hongkongs und verfügt über ein weltweites Netz von über 40 Niederlassungen. In Frankfurt ist das HKTDC seit über 40 Jahren ansässig, seit 2008 mit dem Regionalbüro für Europa.

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    Besucherrekord für die Hongkonger Schmuckmessen

    veröffentlicht am 9. März 2017 in der Rubrik Presse - News
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